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Tiere in Kunstharz

Kunstharz

Das Spannungsfeld zwischen dem Menschen und der ihn umgebenden Natur ist ein Thema, das im Werk von Marcel Warmenhoven regelmäßig wiederkehrt. Dieses Thema kommt auch in den Skulpturen verschiedener Tiere zum Ausdruck, die er in Kunstharz herstellt. In diesen Arbeiten mit ihrer bearbeiteten ‘Haut’ bezieht er klar Stellung zu Natur- und Umweltfragen.

In Arbeit

Un peu moins ours

Bär in Kunstharz und Mixed Media, UN PEU MOINS OURS 2025/26

UN PEU MOINS OURS

2025/2026 — in Arbeit — 145 × 75 × 45 cm — mixed media

Detail von UN PEU MOINS OURS, 2025/26

Detail — mixed media

2004

Pelsrob

Für die Haut seines Seebären, der mit Kopf und Hals aus einer imaginären Wasseroberfläche emporsteigt, wurden goldene Perlenschnüre verwendet, die die Kostbarkeit des Fells ausdrücken, wegen dessen diese Tiere bejagt werden.

Seebär in Kunstharz mit goldener Perlenhaut, PELSROB 2004

PELSROB

2004 — Sammlung ART COMPANY, Eindhoven

Detail der Perlenhaut des Seebären, PELSROB 2004

Detail — goldene Perlenschnüre

1997

Réserve de chasse

In Réserve de chasse sehen wir ein Reh von mythischen Proportionen. Die Skulptur ist beklebt mit Schildern, wie man sie in französischen Wäldern findet. Sie zeigen an, dass die Jagd denjenigen vorbehalten ist, die dafür eine Genehmigung haben. Der Künstler scheint sich über die ursprüngliche Bedeutung dieser Schilder lustig machen zu wollen.

Reh in Kunstharz, RÉSERVE DE CHASSE 1997

RÉSERVE DE CHASSE

1997 — Privatsammlung

Detail von RÉSERVE DE CHASSE mit französischen Jagdschildern

Detail — Jagdschilder

2003 — Skulpturengarten De Hulenof, Zelhem

OTTO (Von Bismarck)

Im Jahr 2003 bittet ein niederländisches Ehepaar darum, im Garten ihres Hauses in der Normandie eine Skulptur zu schaffen, die auf den kulturellen Hintergrund des Ortes verweisen sollte. In der Region wird in großem Umfang Flachs angebaut. Als widerspenstige Antwort auf ihre Frage entwarf Warmenhoven ein Wildschwein, dessen Haut aus Flachssträngen besteht, die in Epoxidharz getränkt sind. Die Bauern jagen das Wildschwein, das sie als größten Feind ihrer Ernte betrachten. Unerschütterlich und robust scheint die Skulptur seiner feindlichen Umgebung eine lange Nase machen zu wollen. Wegen dieser Unbeirrbarkeit geben ihm die Eigentümer den Titel: OTTO (Von Bismarck). Seit einigen Jahren ist das Werk Teil der permanenten Sammlung des Skulpturengartens De Hulenof.

Wildschwein in Kunstharz und Flachs, OTTO 2003

OTTO (VON BISMARCK)

2003 — Sammlung Skulpturengarten De Hulenof, Zelhem

OTTO im Skulpturengarten De Hulenof, Zelhem

Skulpturengarten De Hulenof — in situ

2012

Verk

Schwein in Styropor und Perlenschnüren, VERK 2012

VERK

2012 — ArtCompany, Eindhoven — Styropor, Perlenschnüre, Styrabond

2004 — ehemalige Zentrale OPP, Den Haag

Jachttrofee

Die ehemalige Zentrale des OPP (Entwicklungs- und Beteiligungsunternehmen öffentlicher Sektor) in Den Haag befand sich in einem stattlichen Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert. Für den Sitzungs- und Empfangsraum mit seiner Eichenbalkendecke und dem monumentalen Kamin suchte man eine Skulptur, die für Gäste und Mitarbeiter auf einen Blick die Atmosphäre des Raums unterstreichen würde. Mit einem Augenzwinkern auf die Interieurs der Wohlhabenden jener Zeit schuf der Künstler eine Jachttrofee in Form eines Schweinskopfs über dem Kaminsims. Der Kopf besteht aus Epoxidharz, aufgebracht auf eine Form aus Styropor mit darin getränkten Stücken Peddigrohr aus den Sitzen von Rattanstühlen.

Jachttrofee in Form eines Schweinskopfs, JACHTTROFEE 2004

JACHTTROFEE

2004 — v/h Zentrale OPP, Den Haag — Styropor, Epoxidharz, Rattan

Die Jachttrofee über dem Kamin im OPP-Gebäude, Den Haag

In situ — ehemalige Zentrale OPP, Den Haag

2005

Wildschweine

Wildschwein in Kunstharz, WILD ZWIJN 2005

WILD ZWIJN

2005 — 140 × 80 × 50 cm — Privatsammlung — Styropor, Elektrokabel, Kunstharz

Wildschwein in Kunstharz, SUS SCROFA 2005

SUS SCROFA

2005 — 115 × 65 × 45 cm — Privatsammlung — Styropor, Seil, Kunstharz, Pigment

2003

Bären

Die frühen Bären wurden mit Rooibos- und Dreijahrestee getönt. Später folgen Eisbären in Mixed Media, in Auflagen und im großen Format.

Bär in Kunstharz mit Rooibostee getönt, BEER 2003

BEER

2003 — Kunstharz, Pigment Rooibostee — Privatsammlung

Kleiner Bär in Kunstharz, BEERTJE 2003

BEERTJE

Auflage 8 Stück — Kunstharz, Pigment

Bär in Kunstharz mit Dreijahrestee getönt, BEER 2003

BEER

2003 — Kunstharz, Pigment Dreijahrestee — Privatsammlung

2007 – 2023

Eisbären

Eisbär in Mixed Media, IJSBEER 2008

IJSBEER

2008 — 40 × 15 × 15 cm — mixed media, Auflage 5

Eisbär in Mixed Media, IJSBEER 2008

IJSBEER

2008 — 130 × 75 × 65 cm — mixed media — Sammlung MN, Den Haag über ArtCompany

Eisbär in Mixed Media, KNUT 2007

KNUT

2007 — 140 × 65 × 44 cm — mixed media — Privatsammlung

Eisbär in Mixed Media, IJSBEER 2023

IJSBEER

2023 — 45 × 15 × 15 cm — mixed media, Auflage 8

BEER

2008 — 130 × 75 × 65 cm — mixed media — Sammlung Ortho Hellevoetsluis

Serie

Serie von 20 Bären

Aus einer Serie von 20 Bären (53 × 28 × 25 cm), deren Haut aus verschiedenen in Epoxidharz getränkten Materialien besteht: Konfetti, Haare, Zigarettenasche und Geburtstagskerzen.

Bär mit Konfettihaut aus Epoxidharz

Konfetti

Bär mit Konfettihaut aus Epoxidharz

Konfetti

Bär mit Haarhaut aus Epoxidharz

Haare

Bär mit Haut aus Zigarettenasche in Epoxidharz

Zigarettenasche

Bär mit besonderer Haut aus Epoxidharz

aus der Serie von 20

Weißer Bär mit besonderer Haut aus Epoxidharz

aus der Serie von 20

Trinkendes Schaf

Trinkendes Schaf

Kleines trinkendes Schaf in Epoxidharz, DRINKEND SCHAAP

DRINKEND SCHAAP

klein — 36 × 19 × 26 cm — Epoxidharz, Pigment — Sammlung des Künstlers

Großes trinkendes Schaf in Mixed Media, DRINKEND SCHAAP

DRINKEND SCHAAP

groß — mixed media — Sammlung BRINK, Rotterdam über ArtCompany

Manchmal ist die Botschaft, die aus dem Werk spricht, überdeutlich, aber einen mahnend erhobenen Zeigefinger findet man bei Warmenhoven nicht. Was den Betrachter vor allem trifft, ist die Freude, mit der er offenbar arbeitet. Das Material dient ihm als Vehikel für Rührung. Und um das Publikum, ohne Umweg, auf ansprechende Weise zum Nachdenken zu bringen.

Hans Sleutelaar